F.C. Alemannia 1913 Bourheim e.V.

Glücklicher Sieg in Inden/Altdorf

Mit etwas Verspätung begann die Partie, in der die Alemannia den besseren Start erwischte. Eine Ecke von links, getreten von Dirk Loithmann fand den Kopf von Guido Humpert, der den Ball in der 8. Spielminute zur 1:0 Führung im Gehäuse der Gastgeber unterbrachte. Als sich nach knapp einer halben Stunde Spielzeit Sascha Liechti auf der linken Seite durchsetzen konnte und den Ball in den Strafraum der Gastgeber brachte, war es Stephan Hambloch, der auf 2:0 erhöhte. Oder war es doch ein Eigentor?

Jetzt wurde der Druck der Gastgeber wesentlich stärker. Ein Missverständnis zwischen Torwart und Hintermannschaft brachte Inden/Altdorf nach 38 Minuten den Anschlusstreffer. Der Trainer der Alemannia war froh, nicht schon vor dem Pausenpfiff den Ausgleich hinnehmen zu müssen. Na, wenn das mal gut geht´ waren die Gedanken des Trainers zu Beginn der zweiten Hälfe. Entsprechend hatte er seine Mannen in der Halbzeit ermahnt. Zudem musste Thomas Niemela angeschlagen seinen Platz für Stephan Schmitz räumen.

4 Minuten nach Wiederanpfiff hätte dann Thomas Crämer (Anmerkung des Autors: Heute habe ich registriert, dass du mitgespielt hast!) schon die Vorentscheidung erzwingen können. Mit einem Heber aus halbrechter Position bezwang er den Torwart, aber die Latte verhinderte die 3:1 Führung. In der Folgezeit spielte nur noch eine Mannschaft und das war der Gastgeber. Die Alemannia bettelte förmlich um den Ausgleich. Die Tugenden, die die Mannschaft in den letzten Spielen gezeigt hatte, ließ sie heute, zumindest in der zweiten Hälfte gänzlich vermissen. Dennoch dauerte es bis zur 80. Minute bis Inden/Altdorf den verdienten Ausgleich erzielte.

Jetzt wollten die Gastgeber auch gewinnen. Die Konterchancen, die sich dadurch ergaben wurden aber leider nicht genutzt werden. Der Trainer der Alemannia ersehnte den Schlusspfiff herbei um wenigstens einen Punkt von der Inde mitzunehmen. Als alle Akteure praktisch schon den Schlusspfiff in den Ohren hatten, erzwang Simon Wittek noch einen Eckball. Dirk Loithmann schritt zur Eckfahne, streichelte das runde Leder liebevoll und rückte es auf den Grashalmen zurecht, damit sein linker Fuß das Leder auch an der richtigen Stelle treffen konnte. Diese akribische Eckstossvorbereitung wurde belohnt. Der Ball fand den direkten Weg vor das Tor. Dort verhalf uns ein Spieler der Gäste ungewollt zum Siegtreffer.

Ceterum censeo....

Wenn wir an drei Spieltagen das Pech beklagt haben, dann haben wir heute ein Stück „Aus-gleich“ erhalten. Doch die Alemannia sollte sich darüber im Klaren sein, dass man so einen Dusel nicht immer hat. Und wenn ich die letzten Spiele so betrachte, dann sollte es auch ohne diesen Dusel möglich sein, die nächsten Spiele wieder überzeugend zu gewinnen. „Cato“

Für die Alemannia spielten:

Sebastian Wagels, Markus Offermanns, Guido Humpert, Ingo von Ameln, Thomas Crämer (60. Sascha Mangels), Thomas Niemela (46. Stephan Schmitz), Stephan Hambloch, Henning Mack, Simon Wittek, Dirk Loithmann, Sascha Liechti (58. Dominik Liechti).

Stimmen zum Spiel:


Anmerkung: Da der Trainer so schnell in der Kabine verschwunden war, Beobachter wollen einen Kasten Reisdorf in der Kabine gesehen haben, wurde das Interview erst am Sonntag geführt.

Frank Caspers (Trainer)
Cato: Frank, war es heute das Glück des Tüchtigen, oder nur ein lucky punch?
Frank: Aufgrund der zweiten Halbzeit war es objektiv gesehen ein unverdienter Sieg. Eigent-lich haben meine Jungs schon ab der 30. Minute das Fußballspielen eingestellt. Daher eher ein glücklicher Sieg. Aber es wird auch wieder mal anders kommen. Wir nehmen die 3 Punkte mit und haken das Spiel schnell ab.
Cato: Richtig, letztendlich zählen nur die 3 Punkte und bald fragt keiner mehr danach wie sie zustande gekommen sind. Anderseits habt ihr in dieser Saison auch schon viel Pech gehabt. Wie aber ist dieser Einbruch nach einer halben Stunde zu erklären?
Frank: Hier muss man auch sagen, dass die Inden/Altdorfer ernorm großen Druck ausgeübt haben. Die haben während des Spiels umgestellt und den Libero, der sehr spielstark war, mehr ins Mittelfeld genommen, haben dann noch zwei frische Stürmer gebracht und so die Wende versucht. Dadurch sind wir hinten ins schwimmen gekommen.
Cato: Unseren ganz schnellen Leute, ich denke da an Simon, waren heute nicht so effektiv. Der Gegenspieler von Simon hat sich, leider, prächtig geschlagen.
Frank: Ja, es war ein sehr guter Spieler, da hatte es Simon wirklich schwer. Dennoch gebe ich bedenken, dass Simon zwei Tore vorbereitet hat. Andererseits hat Simon heute auch unglück-lich gespielt.
Cato: Am Donnerstag geht es schon weiter gegen Pier.
Frank: Pier sollte auch eine Mannschaft sein, die wir schlagen müssten. Ich hoffe wir können an die Leitung der ersten halben Stunde anknüpfen.
Cato: Hättest Du auch einen Spieler des Tages?
Frank: Spieler des Tages, ist für mich gestern Dirk Loithmann gewesen. Der super geschosse-ne Eckball in der 93. Minute und er war ja auch am ersten Tor mit seiner Ecke maßgeblich beteiligt.
Cato: Vielen Dank, bis Donnerstag.

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