F.C. Alemannia 1913 Bourheim e.V.

5:3 Heimsieg gegen TUS 08 Jüngersdorf-St. II

Ein Sieg, der sicherlich schwerer als erwartet war. In der ersten Halbzeit geriet die Mannschaft von Frank Caspers gleich dreimal in Rückstand. Dabei hätte die Alemannia bereits unmittelbar nach dem Anstoß durch Ralf Posselt in Führung gehen können. Doch in der 7. Spielminute der erste Rückstand. Frei vor dem Tor gelang den Gästen durch einen Kopfball die 1:0 Führung. Und das muntere Tore schießen ging weiter. Irgendwie hatte man den Eindruck, als ob beide Mannschaften heute ohne Abwehr spielten. Eine feine Flanke von Dirk Loithmann verwertete Ralf Posselt nach 15 Spielminuten mit Köpfchen zum 1:1 Ausgleich. Kurz danach hätte Ralf sogar die Führung erzielen können. Wieder mit dem Kopf traf er jedoch lediglich die Latte.

In der 31. Minute waren wieder die Gäste aus Jüngersdorf dran. Aus klarer Abseitsposition erhöhten sie auf 2:1. Und Frank war weniger auf die Fehlentscheidung des Schiedsrichters sauer, als auf seine eigenen Leute. Die Defensive war nicht vorhanden. Die Abstimmung klappte überhaupt nicht. Ein wenig heller wurde das Gesicht des Trainers nach dem wiederum Ralf Posselt eine Unaufmerksamkeit der Gästeabwehr nutzte und den viel zu weit vor dem Tor stehenden Gästetorwart überwand. Da waren gerade mal 2 Minuten vergangen. Jetzt durfte wieder Jüngersdorf. Einen Freistoß aus ca. 18 – 20 Metern fälschte der in der Mauer postierte Dietmar Mangels so ab, dass Sebastian Wagels das Leder gerade noch nach vorne abwehren konnte. Jüngersdorf setzte schneller nach und ging erneut in Führung. Reaktion des Trainers Frank Caspers: „Aldi! lauf dich warm“. Doch noch vor dem Pausenpfiff machte Dietmar seine unglückliche Abwehraktion wieder wett. Mit einem wunderbaren Pass setzte er Andreas Nelles in Szene und der stellte den Pausenstand von 3:3 her.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit stellte der Trainer nun um. Michael Freialdenhoven kam für Dominik Liechti und übernahm jetzt die Liberoposition. Ingo spielte dafür Manndecker und das Mittelfeld wurde kompakter aufgestellt. Diese personelle und taktische Umstellung zeigte Wirkung. Bereits 8 Minuten nach der Pause erzielte Andreas Nelles die erstmalige Führung für die Alemannia. Ausgleichende Gerechtigkeit. Dass war wohl genauso Abseits wie das 2:1 der Gäste. Die Alemannia war nun auch optisch etwas überlegener und drängte auf eine höhere Führung. Als der Schiri nach 77 Spielminuten wegen eines Foulspiels auf den Elfmeterpunkt im Gästestrafraum zeigte gingen dem Trainer alle bisher verschossenen Elfmeter durch den Kopf. Alle die sich trauten hatten schon mal verschossen und so zeigte der Trainer nach ganz kurzer Überlegung auf Sebastian Wagels. Jung, dynamisch und ohne Nerven, ein kurzer Anlauf und das 5:3 war unter Dach und Fach. Pünktlich erfolgte der Abpfiff des Schiris und es blieben den Spielern, Betreuern und Zuschauern noch genau 20 Minuten bis zum Anpfiff des Pokalendspiels in Berlin.

Ceterum censeo....

Ein versöhnlicher Abschluss im letzten Heimspiel der Saison.
„Cato“

Für die Alemannia spielten:

Sebastian Wagels, Markus Offermanns, Stephan Schmitz, Ingo von Ameln, Dietmar Mangels, Dominik Liechti (46. Michael Freialdenhoven), Stephan Hambloch, Henning Mack (89. Volker Burfeind), Andreas Nelles, Dirk Loithmann, Ralf Posselt.


Stimmen zum Spiel:


Frank Caspers (Trainer):
Cato: Frank, mein Taschenrechner zählt heute 8 Tore, die meisten für deine Truppe. Bist du mit dem letzten Heimspiel in dieser Saison zufrieden?
Frank: Ich der ersten Halbzeit muss man Abstriche machen. In der zweiten Halbzeit haben wir wieder zu alten Tugenden zurückgefunden.
Cato: Trotzdem macht die Mannschaft einen recht müden Eindruck. Es scheint, dass die Luft raus ist. Täuscht der Eindruck?
Frank: Den Eindruck habe ich auch. Allerdings habe ich heute auch wieder nur 11 Leute mit Ach und Krach zusammen bekommen.
Cato: Ja Frank, noch zwei Auswärtsspiele dann ist die Saison geschafft. Glückwunsch aber zum heutigen Sieg. Wer ist Spieler des Tages?
Frank: Damit du heute mal was zu tun hast, habe ich drei Spieler des Tages. Der Ralf……
Cato: Genug, es gibt nur einen und zudem fängt gleich das Pokalfinale an. Da kommt auch schon Ralf, das passt. Vielen Dank Frank.


Ralf Posselt (Stürmer):
Cato: Glückwunsch zum Spieler des Tages. Du hast heute zwei Tore gemacht und mindestens zwei weitere auf dem Fuß, beziehungsweise auf dem Kopf gehabt. Wie hast du das Spiel als Stürmer erlebt?
Ralf: Am Anfang hatten wir ein paar Probleme. Drei mal einem Rückstand hinterher gelaufen, das war nicht gut. Nachher haben wir ins Spiel zurückgefunden. Dann haben wir es nur noch runter gespielt.
Cato: Ralf, sehen wir dich in den letzten beiden Spielen noch mal?
Ralf: Kann sein, aber da muss ich erst mal schauen.
Cato: Vielen Dank.

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