Ohne Punkt aus Lamersdorf zurückgereist
Beim ersten Spiel der Rückrunde ging die Alemannia leer aus. Bis zum Pausenpfiff konnte der Trainer noch die Hoffung haben, heute einen Punkt aus Lamersdorf zu entführen. So war die Alemannia in den ersten 45 Minuten ein gleichwertiger Gegner. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidende Vorteile erarbeiten und so gab es nur ganz wenige handverlesene gute Torchancen. Diese allerdings konnte Volker Burfeind, der heute als Ersatztorwart des Ersatztorwarts einspringen musste gekonnt verhindern. Leider verletzte sich auch Volker kurz vor der Halbzeitpause so schwer, sodass sich der mit Magen- Darmbeschwerden als Zuschauer angereiste Torwart Sebastian Wagels in der Halbzeitpause doch umziehen musste.
Von Beginn der zweiten Halbzeit an fand das Spiel nur noch in der Hälfte der Alemannia statt. Den konditionell wesentlich besser aufgestellten Gastgebern leistete die Alemannia aufopferungsvoll Widerstand und schaffte es aber nur noch ganz selten mit Kontern Gefahr beim Gegner herauf zu beschören. Der Trainer hätte gerne 10 frische Feldspieler eingewechselt. Leider standen ihm aber nur noch zwei Optionen offen. Eine davon nutzte der Trainer in der 66. Minute. Für Guido Humpert kam Sascha Liechti in die Partie. Zeitgleich mit der Auswechslung fiel das 1:0 für die Gastgeber.
Nach 72 Minuten dann die zweite und letzte Auswechselmöglichkeit. Stephan Hambloch verließ das Spielfeld und für ihn durfte jetzt Stephan Schmitz ran. Hätte der Trainer doch nur noch 3 Minuten gewartet. Da verletzte sich der Libero Ingo von Ameln so schwer, dass die Alemannia die restliche viertel Stunde mit nur noch 10 Spielern bestreiten musste. Das 2:0 in der 81 Minute war die logische Folge. Obwohl Sebastian zahlreiche gute Einschussmöglichkeiten verhinderte musste er sich wieder geschlagen begeben.
Als wäre das zweite Tor ein Weckruf gewesen. Die Alemannia bäumte sich noch einmal auf und brachte das Tor der Gastgeber wiederholt in Gefahr. Dabei spielte die Alemannia die letzten 5 Minuten sogar nur noch mit 8 Feldspielern. Andreas Vekens konnte durch heftige Krämpfe geplagt nicht mehr weiter spielen. Quasi mit dem Schlusspfiff bekam die Alemannia sogar noch einen Foulelfmeter zugesprochen. Simon Wittek hatte sich durchgesetzt und kam im Strafraum zu Fall. Egal ob Dirk Loithmann den Elfmeter zu unplatziert geschossen hat, oder ob der Torwart der Gastgeber gut gehalten hat, es blieb beim 2:0. Trost für den Elfmeterschützen war, dass auch eine 2:1 Niederlage eine Niederlage gewesen wäre.
Ceterum censeo....
Mit nur einer guten Halbzeit gewinnt man selten einen Punkt. Die Gastgeber waren heute die bessere Mannschaft und so geht die Niederlage in Ordnung. Da können auch nicht die fehlende Trainingsmöglichkeit auf Asche und die Verletzungen als Entschuldigungen herhalten.
„Cato“
Für die Alemannia spielten:
Volker Burfeind (46. Sebastian Wagels, Markus Offermann, Guido Humpert (66. Sascha Liechti), Ingo von Ameln, Sascha Mangels, Andreas Leimbach, Stephan Hambloch (72. Stephan Schmitz), Henning Mack, Simon Wittek, Dirk Loithmann, Andreas Vekens.
Stimmen zum Spiel:
Frank Caspers (Trainer):
Cato: Frank, ich habe heute 90 Minuten bei eisiger Kälte am Spielfeldrand gezittert. Das Spiel hat mich nicht sonderlich erwärmt. Ich glaube Du kannst nicht zufrieden sein?
Frank: Erwärmenden Fußball haben wir heute nicht gespielt. Wir haben in der ersten Halbzeit gut dagegen gehalten, obwohl die Lamersdorfer spielstark waren. In der zweiten Halbzeit ließ die Kraft nach und wir haben nicht mehr das umgesetzt, was wir uns in der Halbzeit vorgenommen hatten. So geht der Schuss mal schnell nach hinten los.
Cato: Man konnte deutlich sehen, dass die Jungs nach der Halbzeit platt waren. Trotzdem hätte die Niederlage noch höher ausfallen können, wenn Buffy nicht in der ersten Halbzeit und Sebastian in der zweiten Halbzeit so gut gehalten hätten.
Frank: Das stimmt. Sebastian war angeschlagen, trotzdem gute Leistung. Und Buffy hat seine Sache in der ersten Halbzeit prima gemacht.
Cato: Die letzte viertel Stunde nur noch mit 9 Feldspielern und die letzten 5 Minuten gar nur noch mit 8 Feldspielern. War das ausschlaggebend?
Frank: Ich denke, das wäre zu einfach. Spiel entscheidend war das 1:0 und wir hatten keine Kraft mehr um nachzugehen. Wir haben dann noch umgestellt und hatten zum Ende der Partie sogar noch Chancen. Doch Lamersdorf hat es verstanden die Zeit herunter zu spielen.
Cato: Wer ist Spieler des Tages?
Frank: Das fällt mir heute etwas schwierig. Aber bemerkenswert ist der Kampfgeist von Offi. Ich denke, der hat es heute verdient.
Markus Offermanns (Verteidiger):
Cato: Markus, auch im ersten Spiel der Rückrunde gibt es Spieler des Tages. Ich stehe deswegen bei Dir. Deine Analyse zum Spiel bitte.
Markus: Man hat gesehen, dass wir nicht auf der Höhe waren und wenig trainiert haben. Ich glaube das Saisonziel ist in weite Ferne gerückt.
Cato: Der Trainer hat Deinen Einsatz und den Kampfgeist gelobt.
Markus: Ich habe nicht mehr und nicht weniger wie die anderen trainiert, aber von Natur habe ich vielleicht eine größere Physis als manch andere.
Cato: Für die nächsten Spiele wünsche ich euch mehr Erfolg.
Markus: Vielen Dank.
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