F.C. Alemannia 1913 Bourheim e.V.

4:1 (2:1) Auswärtssieg im Spitzenspiel in Lucherberg

Am 13. Spieltag musste die Alemannia beim bis dahin hartnäckigsten Verfolger in der Tabelle antreten, dem zweitplatzierten FC Jugend Lucherberg. Ob`s dem Spitzenspiel oder dem nasskalten Schlechtwetter geschuldet war bleibt offen, aber die Trainer nutzen die schnuckelige Umkleide bei heruntergelassenen Rollläden zu einer ausführlichen Einstimmung der Mannschaft auf das Spiel.

Vor einer für die unterste Kreisklasse imposanten Zuschauerkulisse, wieder mit vielen mitgereisten Bourheimer Anhängern, übernahm die Alemannia vom Anpfiff an das Kommando. Schon nach wenigen Sekunden zischte das Spielgerät das erste Mal knapp am Lucherberger Gehäuse vorbei. Gefällige Kombinationen im Mittelfeld und ständiger Druck sorgten in der Folge für permanente Gefahr vor dem Lucherberger Tor sowie für eine bis dahin verwaiste Bourheimer Hälfte. Den Führungstreffer erzielte dann Edin Hadzic nach ca. 10 Minuten mit einem fulminanten Distanzschuss. Leider musste der Torschütze kurz danach verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Zum Zwecke des 2:0 zirkelte Mario Nacev einen Freistoß aus ungefähr 20 Metern an der Lucherberger Mauer vorbei an den Innenpfosten und von selbigem unhaltbar ins Tor.

Im Anschluss wurde das Spiel allerdings von beiden Seiten zunehmend kampfbetonter geführt. Anders als in Niederzier hatte der Schiri aber auch Karten mitgebracht. Das mit den Karten ist aber so eine Sache: entweder wirkt es und die Protagonisten halten sich anschließend etwas zurück oder das Spiel geht weiter wie gehabt und endet eben nicht mit 22 Mann.

Aber zurück zum Fußball. Nachdem die Alemannia die erste halbe Stunde ungeniert offensiv agieren konnte, erinnerte sich ein Lucherberger an ein altes fußballerisches Gegenmittel: Bourheim = offensiv => langer Pass in die Hälfte des Gegners. Besagter langer (präziser!) Zuckerpass auf den völlig überraschend und mehr oder weniger frei auftauchenden Lucherberger Stürmer, konnte von diesem eiskalt zum Anschlusstreffer vollstreckt werden. So souverän die Bourheimer die erste halbe Stunde im Griff hatten, so nervös (?) agierten sie nun im letzten Drittel der Halbzeit. Daraufhin zeigten nun die Lucherberger, warum sie zu recht in der Tabelle dort stehen wo sie stehen. Folgerichtig musste der geneigte Bourheimer Zuschauer bei der einen oder anderen sich anschließenden Gelegenheit für die Heimelf tief durchatmen, aber irgendwann kam dann auch der Halbzeitpfiff.

Offensichtlich fanden die Trainer in der Halbzeitpause die richtigen Worte, denn – wenn auch nicht so eindeutig wie zu Beginn der 1. Halbzeit - die Bourheimer fanden wieder zurück in ihr Spiel. Wobei (diplomatisch ausgedrückt) der kämpferische Einsatz von beiden Seiten fortgesetzt wurde, es hagelte gelbe Karten. Weniger diplomatisch gingen die Laufgeräte von Spielern beider Seiten bei der einen oder anderen Aktion irgendwohin, aber auf jeden Fall nicht zum Ball… Die vorzeitige Dusche gewährte der Schiri allerdings nur einem Lucherberger Spieler.

Die Hektik auf dem Platz steckte nun auch die beiden Fanlager an und einige unschöne Worte wechselten die Sportplatzseite. Beschränke ich mich nun auf das sportliche, hatte Bourheim in der 2. Hälfte die klareren Torchancen, von denen Klaus Fuchs eine zum 3:1 und eine zum 4:1 Endstand nutzen konnte.

Fazit:
Insgesamt ein verdienter Sieg, der auf dem Weg zum angestrebten Aufstieg mit nun 6 Punkten Vorsprung einen sehr wichtigen Meilenstein markiert. Und zum Thema Fair Play: Mit dem Händedruck nach dem Spiel, auf dem Platz oder später vor der Umkleide, waren für die beteiligten Fußballer die Nickeligkeiten des selbigen erledigt, so sollte es sein.

HERPI

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