Heimpleite gegen Lucherberg
Auch wenn das nackte Ergebnis recht hoch ausfiel und die beiden letzten Tore erst in der Nachspielzeit erzielt worden sind. geht die Niederlage (leider) in Ordnung. Lucherberg bestimmte sofort das Spielgeschehen. Bezeichnend für das 0:1 war, dass der kleinste Spieler der Gäste das Tor mit dem Kopf schon nach 5 Minuten machte. Lars Niese, der heute Simon Wittek vertreten musste hatte in der Folgezeit einige gute Ausgleichsmöglichkeiten. Mit einem sehenswerten Alleingang schaffte er in der 16. Spielminute das 1:1. Doch die Alemannia schaffte es nicht sich in der ersten Halbzeit ein entscheidendes Übergewicht zu erspielen. Folge: Halbzeitstand 1:1 für Lucherberg.
Anfang der zweiten Spielhälfte präsentierte sich die Alemannia ein wenig wacher. Dann drei turbulente Minuten. In der 67. Minute musste die Alemannia das 1:2 hinnehmen. Ein Lucherberger narrt drei Alemannen und schießt aus spitzem Winkel ins Tor. Praktisch im Gegenzug der Ausgleich. Eigentor. Und in der 70. Minute wieder die Führung durch die Gäste, allerdings aus stark verdächtiger Abseitsposition. Jetzt hatte der Schiedsrichter die Zuschauer vollends gegen sich aufgebracht. Zumal schon einige Entscheidungen von Unparteiischen getroffen wurden, die die Alemannia nicht gerade bevorteilten.
War es heute Pech oder hatte die Alemannia kein Glück? Der Ausgleich wollte nicht gelingen. Entweder waren die Schüsse auf das Tor der Gäste nicht platziert genug oder es rettete auch mal das Aluminium. Als der Schiedsrichter vier Minuten Nachspielzeit anzeigte, hielt es keinen Alemannen mehr hinten. Selbst auf die letzte Absicherung wurde jetzt verzichtet. So gelang den Gästen durch zwei Konter der etwas zu hohe, aber verdiente Sieg zum 2:5.
Ceterum censeo....
Nach einer Niederlage sucht man immer nach Gründen. Das muss auch sein, denn nur so kann man Fehler erkennen und abstellen. Siege muss man sich erarbeiten. Das ist heute nicht geschehen. Viel zu viel Ballverluste im Mittelfeld. Und wenn Felix Magath sich über Entscheidungen des Unparteiischen aufregen darf, dann steht das auch der Alemannia zu.
„Cato“
Für die Alemannia spielten:
Sebastian Wagels, Markus Offermanns, Guido Humpert, Ingo von Ameln, Dietmar Mangels, Andreas Leimbach, Stephan Hambloch, Henning Meck, Lars Niese, Dirk Loithmann (83. Volker Burfeind), Stephan Schmitz.
Stimmen zum Spiel:
Frank Caspers (Trainer):
Cato: Frank, die Höhe des Ergebnisses ist sekundär. Wo sind aber die Gründe dafür zu suchen, dass heute diese Niederlage zustande gekommen ist?
Frank: Das ist schwer zu erklären. Es gibt aber eine ganze Reihe von Gründen. Drei Leute sind quasi erst mit dem Anstoß hier gewesen (Anmerkung: beruflich bedingt), dann wieder mal in Anführungszeichen nur 11 Mann die zur Verfügung standen und bei einigen Spielen ließ die Einstellung zu wünschen übrig.
Cato: Entscheidend für den Spielausgang war wohl das 3:2. Der Schiri besteht auf der Version, dass es nicht abseits war.
Frank: Dann hat er es besser gesehen als wir.
Cato: Nach dem 1:1 hast du spontan gefragt: „Seid ihr endlich wach geworden“. Das war offensichtlich doch nicht so der Fall. Und nach dem 3:2 hat sich deine Mannschaft etwas hängen lassen.
Frank: Ja, wie schon gesagt. Es waren heute ein paar Leute auf dem Platz die keine Lust hatten. Das kann man auch nicht entschuldigen. Ich hoffe die Jungs machen das gegen Hambach wieder gut.
Cato: Das mit dem „Spieler des Tages“ lassen wir heute lieber bleiben, sonst wird es wieder Offi.
Frank: Ich denke das auch, denn mir würde auch nur Offi einfallen.
Cato. Vielen Dank und viel Erfolg in Hambach.
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