F.C. Alemannia 1913 Bourheim e.V.

Bourheim gegen Oberzier

Heute sollte Wiedergutmachung für das Spiel vom vergangenen Wochenende betrieben und mit einem Sieg die Zuschauer versöhnt werden. Eines ist wohl jedem Spieler klargeworden, das man mit einer Leistung, wie vorherige Woche, keinen Blumentopf gewinnen kann. Eine Leistungssteigerung ist von Nöten, doch das musste erst einmal in den Köpfen der Spieler ankommen. Am heutigen Spieltag sollte alles besser werden.

Die Alemannen empfangen den BC Oberzier, ein recht unangenehmer Gegner, wie sich im Laufe des Spiels herausstellen sollte. Die Mannschaftsaufstellung der Bourheimer, sorgte auch heute wieder für einige Überraschungen. Da fünf Spieler aus dem Defensivverbund heute leider nicht anwesend sein konnten, musste der Trainer die Mannschaft wieder enorm umbauen. Nur damit mich niemand falsch versteht, die fünf Spieler hatten alle triftige Gründe warum Sie nicht am Spiel teilnehmen konnten. Doch die Spieler, die in der heutigen Startformation stehen, sollten es richten und das Spiel für Bourheim entscheiden. Nach einigen Minuten des Abtastens ist es dann der BC Oberzier, der das Heft in die Hand nimmt und in der 11. Minute durch eine Flanke von der rechten Seite und einem Kopfball in Höhe der 5 Meterlinie mit 1-0 in Führung gehen konnte. Verdientermaßen muss man sagen, denn Oberzier hatte davor schon ein, zwei gute Tormöglichkeiten.

Das Tor zum 0-1 war wohl so etwas wie ein Weckruf für die Alemannia, fortan nahm man am Spiel teil. So war es z. B. Jürgen Mantik, der den Ausgleich in der 17. Minute auf dem Fuß hatte. Sein Visier war aber leider noch nicht Optimal justiert. Dann eine Schrecksekunde für den Trainer. Tobias Leimbach fasste sich an den Oberschenkel und signalisiert dem Trainer, dass er wohl ausgewechselt werden muss. Für Ihn kommt Thomas Freyaldenhoven, der jetzt auf die Position von Dirk Loithmann im defensiven Mittelfeld geht. Dirk rutscht auf seine angestammte Position und soll ab sofort die Fäden des Spiels in die Hand nehmen. Bis zur 40 Minute entwickelt sich ein offenes Spiel. Beide Mannschaften suchen Ihr Glück in der Offensive und so kommt es auch, dass beide Kontrahenten zu guten Tormöglichkeiten kommen. In der 41 Minute ist es dann ein abgefälschter Schuss von Andreas Leimbach, der den Weg ins Tor der Oberzierer findet. Vielleicht etwas Glücklich, aber mittlerweile nicht unverdient. Zur Halbzeit steht es 1-1 und das Spiel kann von Vorne beginnen.

Die zweite Hälfte beginnt auf beiden Seiten etwas verhaltener. Der Schwung aus der ersten Hälfte ist wie weggeblasen. Erst mit der Auswechslung auf Bourheimer Seite in der 60 Minute kommt wieder etwas Leben in die Partie. Dennis Lobert räumt seinen Platz für Udo Leimbach. Der Wechsel scheint sich bezahlt zu machen und das Spiel der Alemannia wird wieder etwas Offensiver. In der 66 Minute dann wieder eine Schrecksekunde für den Trainer. Nach einer Flanke von der rechten Seite verletzt sich Dirk Loithmann so stark, dass an ein weiterspielen nicht zu denken ist. Zwar versucht Dirk es noch einmal, muss dann aber kurze Zeit später ausgewechselt werden. Für Ihn greift nun Mike Albrings ins Spielgeschehen ein. In der 77 Minute ist es dann soweit, wieder fällt ein Tor, allerdings für Oberzier. Das sollte aber noch nicht alles gewesen sein.

Michael Dressen, seines Zeichens Torwart, sieht nach dem Tor die Rote Karte. Was war passiert? Michael kommt aus seinem Kasten gelaufen und bekommt beide Hände an den Ball. Ein Oberzierer Spieler stochert nach, schießt Michael den Ball aus den Händen und netzt die Kugel zum 1-2 ein. Alle, wirklich Alle, hatten das gesehen, nur einer nicht, der Schiedsrichter. Über die Schiedsrichterleistung zu diskutieren steht mir nicht zu, eines möchte ich an dieser Stelle allerdings doch loswerden: Wenn selbst ein Gegenspieler zum Schiedsrichter sagt, dass es ein irreguläres Tor gewesen ist, sollte man auch den Mut haben, eine solche Entscheidung zurückzunehmen.

Für den vom Platz gestellten Michael sollte nun Dietmar Mangels die letzten Minuten des Spiels im Tor stehen, da das Auswechselkontingent der Bourheimer ja schon erschöpft war. Nachdem sich alles wieder beruhigt hatte, gehörten die letzten Minuten der Partie wieder den Alemannen. Aber auch nur aus dem Grund, weil Oberzier sich jetzt tief in die eigene Hälfte zurückgezogen hatte und Ihr Spiel jetzt mehr und mehr aufs Kontern auslegte. Den Bourheimern gelang es jedoch nicht die optische Feldüberlegenheit in ein Tor umzusetzen. Im Gegenteil, kurz vor Ende des Spiels fängt man sich noch eine weitere Rote Karte ein. In der 89 Minute wird Udo Leimbach vorzeitig zum Duschen geschickt. Das sollte auch gleichzeitig die letzte Aktion in einem turbulenten Spiel sein.

Fazit:
Zwar war eine Leistungssteigerung zur Vorwoche erkennbar, aber um wirklich an der Tabellenspitze dranbleiben zu können muss man noch zwei Gänge höher schalten. Auch heute kommt wieder das Phänomen der letzten Woche zum Tragen. Bis zum 16ner gut gespielt, dann aber zu harmlos im Abschluss. Es fehlt an Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor.

Jetzt möchte ich noch einige Worte zu meinem letzten Spielbericht loswerden. Ich kann mir Vorstellen, dass einigen Spielern der Spielbericht nicht gepasst hat und ich habe auch einiges an Kritik für den Bericht einstecken müssen. Allerdings werde ich mir auch in Zukunft von niemandem vorschreiben lassen, was ich zu schreiben habe und was nicht. Ihr wollt objektive Spielbericht, dann muss auch damit gerechnet werden, dass es auch zu Fakten kommt, die in den Berichten angesprochen werden.

Für die Alemannia spielten:
M. Dressen - J. Mantik - G. Humpert - M. Leimbach - A. Leimbach - H. Mack - D. Mangels - A. Nelles - T. Leimbach (T. Freyaldenhoven) - D. Lobert (U. Leimbach) - D. Loithmann (M. Albrings)

Jojo

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