F.C. Alemannia 1913 Bourheim e.V.

Zittersieg gegen Pier

Zum Schluss wurde es noch einmal richtig eng. Es hätte nicht viel gefehlt und die Gastgeber hätten der Alemannia die Suppe versalzen. Auf dem Kunstrasen von Schophoven/Pier ließ die Alemannia von Beginn an das Bällchen laufen. Gute und sichere Kombinationen und ein strukturierter Spielaufbau prägten das Spiel, zumindest in der ersten Halbzeit. Die logische Konsequenz war eine 2:0 Pausenführung. Dirk Loithmann war an beiden Toren beteiligt. Während er mit einem hohen Ball in die Spitze nach 12 Spielminuten noch das 1:0 von Andreas Nelles einleitete, erzielte er in der 34. Minute das 2:0 durch einen direkt verwandelten Eckball, oder war es doch ein Eigentor? Auch wenn die Tore einfach aussehen, man muss sie erst mal machen, so stellte der Trainer in seiner Weisheit fest.

Die Halbzeitansprache war ruhig. So weiter spielen und die Punkte sind in Bourheim. Doch schon gleich nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit schickte der Trainer seinen Mitarbeiter in die Kabine, er solle ihm eine dicke Jacke holen. Hat er da vielleicht schon geahnt, dass er sich heute noch warm anziehen musste? Nach einer viertel Stunde musste Dirk Loithmann durch Sascha Liechti, der vor zwei Tagen in der 90. Minute noch ein (Traum-) Tor erzielte hatte, ersetzt werden. Unmittelbar nach diesem Wechsel erzielten die Gastgeber den Anschlusstreffer. Ein Schuss aus ca. 18-20 Metern landete unhaltbar im Winkel. Die Gastgeber wurden nun ein bisschen druckvoller, konnten aber der Tor der Alemannia noch nicht ernsthaft gefährden. Man spürte, dass die Alemannia jetzt noch ein Tor nötig hatte um hier nicht mit einem Unentschieden abzureisen und so verlagerte sich das Spielgeschehen wieder mehr in die Hälfte der Pierer. Nach 72 Minuten war es dann soweit. Andreas Vekens stocherte den Ball aus dem Gewühl heraus über die Torlinie. Angeschlagen durfte Andreas Vekens dann 10 Minuten vor Spielende duschen gehen. Für ihn kam Christoph Pitz.

Irgendwie spürten die Gastgeber, dass noch was gehen könnte. Plötzlich hatten sie die zweite Luft und die Defensive der Alemannia schien überrascht zu sein. Erst trafen sie nur den Pfosten, doch dann brachten sie den Ball doch noch zum Anschlusstreffer von 3:2 über die Linie. Und die Pierer kämpften weiter. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff hatte die Alemannia dann noch Glück, als ein Kopfball haarscharf im Tor vorbei ging.

Ceterum censeo....

Beiden Mannschaften merkte man an, dass sie langsam mit den Kräften am Ende sind. Heute war die Alemannia die glücklichere Mannschaft. Was am Ende zählt sind die Punkte.
„Cato“

Für die Alemannia spielten:

Sebastian Wagels, Markus Offermanns, Tim Wittek, Dominik Liechti, Dietmar Mangels, Andreas Leimbach, Stephan Hambloch, Henning Mack, Andreas Nelles, Dirk Loithmann (59. Sascha Liechti), Andreas Vekens (80. Christoph Pitz).


Stimmen zum Spiel:


Frank Caspers (Trainer):
Cato: Frank, heute wieder gewonnen, die Serie hält an. Aber musst du dieses Spiel nicht ganz schnell abhaken?
Frank: Natürlich, alles andere zählt nicht.
Cato: Die letzten 10 – 15 Minuten ist deine Mannschaft noch mal richtig ins schwimmen geraten. Was stimme da nicht mehr?
Frank: Plötzlich stimmte eigentlich alles nicht mehr. Wir hatten keine defensiven frischen Leute mehr auf der Bank. Letztes Spiel vor 48 Stunden. Die 6. englische Woche. Irgendwann geht die Kraft aus. Das hat sich heute deutlich gezeigt. Und ich konnte froh sein, 11 Mann zusammen bekommen zu haben.
Cato: Dir gehen die Spieler aus. Einige spielten zum Schluss nur unter Schmerzen und hatten Krämpfe. Wie soll das weiter gehen?
Frank: Es muss so weiter gehen. Ich habe keinen anderen Spieler. Und wenn dann die Spieler, die normaler Weise zur Verfügung stehen sich irgendetwas anderes vorgenommen haben, wobei ich nicht wie was, oder ihre Prioritäten wo anderes liegen, dann kann ich das leider nicht ändern.
Cato: Wer ist Spieler des Tages?
Frank Andreas Vekens, er hat heute wieder ein Tor gemacht und hat gut gekämpft und gut gespielt.
Cato: Vielen Dank.


Andreas Vekens (Stürmer):
Cato: Andreas, Glückwunsch zum Spieler des Tages!
Andreas: So?
Cato: Der Trainer hat dich eben gelobt, weil du wieder ein Tor gemacht und gut gespielt hast. Das Spiel wurde zum Ende hin ja noch sehr eng. Was war da los?
Andreas: Wir standen zum Schluss sehr unter Druck und die Offensivleute hatten auch keine Kraft mehr zurück zu kommen. Hinten wurde nur noch Mann gegen Mann gespielt. Das ist eben gefährlich. Vielleicht waren wir uns nach dem 3. Tor auch zu sicher, da war, glaube ich nur noch eine viertel Stunde zu spielen.
Cato: Vielen Dank Andreas und viel Erfolg für die nächsten Spiele.
Andreas: Danke schön.

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