Zum Schluss wurde es noch einmal richtig eng. Es hätte nicht viel gefehlt und die Gastgeber hätten der Alemannia die Suppe versalzen. Auf dem Kunstrasen von Schophoven/Pier ließ die Alemannia von Beginn an das Bällchen laufen. Gute und sichere Kombinationen und ein strukturierter Spielaufbau prägten das Spiel, zumindest in der ersten Halbzeit. Die logische Konsequenz war eine 2:0 Pausenführung. Dirk Loithmann war an beiden Toren beteiligt. Während er mit einem hohen Ball in die Spitze nach 12 Spielminuten noch das 1:0 von Andreas Nelles einleitete, erzielte er in der 34. Minute das 2:0 durch einen direkt verwandelten Eckball, oder war es doch ein Eigentor? Auch wenn die Tore einfach aussehen, man muss sie erst mal machen, so stellte der Trainer in seiner Weisheit fest.
Die Halbzeitansprache war ruhig. So weiter spielen und die Punkte sind in Bourheim. Doch schon gleich nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit schickte der Trainer seinen Mitarbeiter in die Kabine, er solle ihm eine dicke Jacke holen. Hat er da vielleicht schon geahnt, dass er sich heute noch warm anziehen musste? Nach einer viertel Stunde musste Dirk Loithmann durch Sascha Liechti, der vor zwei Tagen in der 90. Minute noch ein (Traum-) Tor erzielte hatte, ersetzt werden. Unmittelbar nach diesem Wechsel erzielten die Gastgeber den Anschlusstreffer. Ein Schuss aus ca. 18-20 Metern landete unhaltbar im Winkel. Die Gastgeber wurden nun ein bisschen druckvoller, konnten aber der Tor der Alemannia noch nicht ernsthaft gefährden. Man spürte, dass die Alemannia jetzt noch ein Tor nötig hatte um hier nicht mit einem Unentschieden abzureisen und so verlagerte sich das Spielgeschehen wieder mehr in die Hälfte der Pierer. Nach 72 Minuten war es dann soweit. Andreas Vekens stocherte den Ball aus dem Gewühl heraus über die Torlinie. Angeschlagen durfte Andreas Vekens dann 10 Minuten vor Spielende duschen gehen. Für ihn kam Christoph Pitz.
Irgendwie spürten die Gastgeber, dass noch was gehen könnte. Plötzlich hatten sie die zweite Luft und die Defensive der Alemannia schien überrascht zu sein. Erst trafen sie nur den Pfosten, doch dann brachten sie den Ball doch noch zum Anschlusstreffer von 3:2 über die Linie. Und die Pierer kämpften weiter. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff hatte die Alemannia dann noch Glück, als ein Kopfball haarscharf im Tor vorbei ging.
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