Völlig erschöpf, aber überglücklich lagen sich die Spieler der Alemannia zusammen mit ihrem Trainer nach dem Schlusspfiff in den Armen. Der übermächtig scheinende Tabellenführer konnte auf eigenem Platz mit 4:3 besiegt werden. Dabei waren die Voraussetzungen vor dem Spiel alles andere als günstig. Im defensiven Bereich fehlten Guido Humpert, Stephan Hambloch und vor allem Thomas Niemela. Im Sturm konnten heute Andreas Vekens, Sascha Liechi sowie Stephan Schmitz nicht auflaufen. So war die Auswechselbank mit Patrick Lohbeck und Volker Burfeind nur sehr spärlich besetzt. Der personelle Engpass zwang den Trainer sogar unseren Stammtorhüter als Mittelstürmer aufzustellen.
Von der ersten Minute an zeigten die Gastgeber, warum sie an der Spitze der Tabelle stehen. Ballsicher und zielstrebig trugen sie ihre Angriffe vor. Doch bereits nach 12 Spielminuten musste das Spiel für ca. eine halbe Stunde unterbrochen werden. Ein Stetternicher Spieler und Holger Skrzypczyk prallen so unglücklich aufeinander, dass der Sportkamerad aus Stetternich notärztlich versorgt und mit einer Fraktur am Schienbein ins Krankenhaus gebracht werden musste. Holger konnte nach ca. 20 Minuten das Spielfeld zwar aus eigener Kraft wieder verlassen, aber die Folgen der Unterlaibsverletzung wird er wohl noch lange spüren. Beiden Spielern sei an dieser Stelle eine baldige Genesung gewünscht.
Für Holger musste nun Patrick Lohberg ins Spiel und Henning Mack nahm nun die 6er Position von Holger ein. Gleich nach Wiederaufnahme der Partie war die Alemannia präsenter auf dem Platz und deutete an, sich hier nicht verstecken zu wollen. Der Lohn war das 1:0 in der 15. Minute. Simon Wittek setzte sich auf halbrechts durch und unser Torwart Sebastian Wagels versengte den Ball im gegnerischen Netz. Es dauerte nur bis zu 20. Minute (lt. Trainer) bzw. bis zur 21. Minute (lt. Co-Trainer) bis Simon sich wiederum halbrechts durchsetzte und abermals unser Torwart zum 2:0 erfolgreich war. In der Folgezeit verstärkten die Gastgeber ihre Angriffe. Doch insbesondere wurde aufopferungsvoll im Mittelfeld gekämpft, sodass sich kaum 100ige Torchancen ergaben. Erst in der 44. Minute gelang den Gastgebern durch einen direkt verwandelten Freistoß der Anschlusstreffer.
Wie erwartet begannen die Gastgeber die zweite Halbzeit mit viel Drang nach vorne. Aber bereits in der 47. Minute konnte unser stürmender Torwart Sebastian einen Fehler des Stetternicher Torwarts ausnutzen und auf 3:1 erhöhen. Da die Gastgeber nun sehr weit aufrückten um das Spiel noch drehen zu können, ergaben sich mehrere Chancen für den pfeilschnellen Simon Wittek. Als Simon endlich in der 65. Minute zum 4:1 erfolgreich war, glaubten die mitgereisten Anhänger an den Auswärtssieg. Doch es sollte noch mal eng werden. 12 Minuten vor dem Ende gelang den Gastgebern eine Ergebniskorrektur zum 4:2. Mit Glück und Geschick und unter Aufbietung der letzten Kraftreserven rettete sich die Alemannia über die regulären 90 Minuten. Aus den vom Schiedsrichter angedeuteten 3 Nachspielminuten wurden gefühlte 5 bis 6 Minuten. Und so war nicht zu verhindern, dass die Gastgeber noch zu einem Foulelfmeter kamen, den sie zum Anschlusstreffer nutzen konnten. Kurz danach erlöste der Schiedsrichter die überglücklichen Alemannen, den überglücklichen Trainerstab und die überglücklichen Fans.
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