Zweite Heimniederlage in Folge gegen den Gast aus Welldorf-Güsten
Auch im zweiten Spiel der aktuellen Spielzeit musste die Alemannia eine Heimniederlage hinnehmen. Wie schon im ersten Heimspiel leitete die Alemannia die Niederlage mit einem unglücklichen Eigentor (4.) selbst ein. Zwar konnte Dietmar Mangels bereits nach 10 Minuten die Gäste mit einem Pfostentreffer irritieren, jedoch gelang es nicht, die junge Truppe aus Welldorf Güsten damit zu beeindrucken. Zu allem Überfluss verletzte sich nach nicht mal einer halben Stunde Thomas Niemela. Für ihn musste sich nun Thomas Freyaldenhoven beweisen. Das 2:0 erzielten die Gäste in der 32. Minute durch einen verwandelten Freistoß. Und diese Führung war keineswegs unverdient, leistete die Alemannia doch in der ersten Halbzeit nur sehr widerwillig Gegenwehr.
Die Pausenansprache des Trainers war zwar nicht laut aber bestimmt und ließ keinen Zweifel daran, dass sich etwas ändern musste. Der Trainer wurde erhört. Die zweiten 45 Minuten spielten sich ausschließlich im Strafraum der Gäste ab. Mit zunehmender Fortdauer des Spiels wurde der Druck der Alemannia immer größer und so standen zum Schluss 11 Gästespieler quasi auf der eigenen Torlinie und waren nur noch darauf bedacht, den Vorsprung zu halten. In der 54. Minute setzte Simon Wittek den Ball an die Latte und in der 64. Minute konnte ein Gästespieler den Ball gerade noch am Überschreiten der Torlinie hindern. Sogar unser Libero, der eigentlich von Trainer ein striktes Verbot zum Überschreiten der Mittellinie hatte, schaltete sich immer häufiger in die Angriffe ein.
Schließlich setzte der Trainer alles auf eine Karte und wechselte sich selbst für Sascha Liechti ein (71.). Dies aber bedeutete, dass nun der Trainer selbst den Part des Libero übernahm und Holger Skrzypczyk nun verstärkt über die rechte offensive Seite noch mehr Druck ausüben konnte. Genau von dieser rechten Seite wurde der Alemannia 4 Minuten vor Schluss ein Freistoß zugesprochen, den Dirk Loithmann direkt im linken oberen Torwinkel zum Anschlusstreffer versenken konnte. Die immer hektischer werdende Schlussphase überstanden die Gäste jedoch unbeschadet. Schade, eine Punkteteilung wäre wohl gerecht gewesen.
Ceterum censeo....
Jungs, wiederum nur eine Halbzeit gut gespielt. Das reicht nicht. Konditionell kann man den Spielern keinen Vorwurf machen, aber es wurde ganz deutlich, dass nicht der Gegner, sondern das Spielgerät der eigentliche Feind unserer Spieler ist. Daran sollte gearbeitet werden.
„Cato“
Für die Alemannia spielten:
Sebastian Wagels, Markus Offermanns, Guido Humpert, Sascha Liechti (71. Frank Caspers), Holger Skrzypczyk, Thomas Niemela (24. Thomas Freyaldenhoven), Stephan Hambloch, Dietmar Mangels, Simon Wittek (80. Tim Wittek), Dirk Loithmann, Andreas Vekens.
Stimmen zum Spiel:
Frank Caspers (Trainer)
Cato: Frank, bist Du schon wieder bei Atem?
Frank: Ja natürlich.
Cato: Als Libero hat man ja auch nicht gar so fiel zu tun.
Frank: Ein paar Bälle musste ich abgrätschen, aber es ging schon.
Cato: Eine Halbzeit hat nicht gereicht die junge Truppe von Welldorf Güsten nieder zu kämpfen.
Frank: Genau so habe ich es auch gesehen. Ich der ersten Halbzeit hatten wir einige Totalausfälle, die nur das Trikot über den Platz getragen haben. Welldorf Güsten macht zwei glückliche Tore. Welldorf hat in der ersten Halbzeit das Spiel bestimmt und wir konnten nur reagieren.
Cato: Einerseits ein Eigentor, leider zum zweiten Mal, und andererseits Pfosten- und Lattentreffer von Deiner Mannschaft. Das hätte ja auch anders ausgehen können, oder?
Frank: Klar, betrachtet man das zweite Tor von Welldorf, ein Freistoß der durch die Mauer geht, bzw. abgefälscht wird, das ist schon unglücklich, denn eine richtige Torchance habe ich von den Welldorfern nicht gesehen. Ja und wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Simon ist noch nicht richtig bei Kräften seit er Papa geworden ist. Ich denke, das können wir bis nächste Woche verbessern.
Cato: Du hast Dich selber eingewechselt, es saßen aber auch noch zwei Leute auf der Bank. Hatte das nur taktische Gründe?
Frank: Ich wollte noch offensiver werden und mit Holger den Libero auflösen. Von den beiden Spielern die noch zur Verfügung standen, war erstens keiner beim Training und zweitens ist keiner von denen in der Lage Libero zu spielen. Ich meine, ich habe zu Null gespielt. Von daher war alles richtig.
Cato: Lassen wir das so stehen. Wer ist Spieler des Tages?
Frank: Markus Offermanns.
Cato: Vielen Dank.
Markus Offermanns (Verteidiger)
Cato: Markus, ich höre gerade von Dir „Scheiß Spiel und dann noch zu Interview“. Ist es dir gar nicht recht?
Markus: Wenn wir verloren haben dann ist es nicht schön Spieler des Tages zu werden.
Cato: Trotzdem, der „Spieler des Tages“ ist ja schon zur Tradition geworden. Insofern ist das doch auch etwas Positives.
Markus: Das stimmt schon. Aber wenn man verliert ist das alles nicht so prickelnd.
Cato: Ich habe gerade mit dem Trainer darüber gesprochen. Wir haben zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Wie hast Du als unermüdlicher Kämpfer und Dauerläufer die Halbzeiten erlebt?
Markus: Die erste Halbzeit haben wir verpennt. Generell denke ich, dass es bei uns so ist, wenn wir 2:0 zurückliegen und wissen, dass eigentlich nichts mehr geht, dann wachen wir auf, spielen den kurzen Pass und spielen mit mehr Risiko.
Cato: Dann weiterhin viel Erfolg.
Markus: Danke.
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