Ohne Punkte in Welldorf/Güsten
Die Alemannia begann die Partie mit nur 10 Spielern, die Gastgeber beendeten die Partie mit 10 Mann. Nicht nur dass heute die halbe Stammbesetzung fehlte, zum Aufwärmprogramm waren lediglich 8 Feldspieler anwesend. Kurz vor Spielbeginn konnte der Trainer dann wenigstens auf 9 Feldspieler zurückgreifen. Nach gut 10 Spielminuten ergänzte Sascha Liechti die Anzahl der Spieler auf die erlaubten 11 Leute. In der Anfangsphase der Partie hatten die Gastgeber ein optisches Übergewicht. Doch die Alemannia kam immer besser ins Spiel. Jede Mannschaft konnte zwei Großchancen für sich verbuchen. Die Beste hatte Andreas Nelles in der 25. Minute mit einem Pfostenschuss. Der sicher aus dem Anstoßkreis heraus leitenden Schiedsrichter pfiff pünktlich zur Pause.
Sekunden nach dem Wiederanpfiff gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Sascha Liechti gelang ein kurioses Eigentor. Damit war das Konzept des Trainers, möglichst lange das 0:0 zu halten, überholt. Ratlos und hilfesuchend schaute der Trainer immer wieder und immer wieder auf die Ersatzbank. Aber da saß nur Volker Burfeind, der im äußersten Notfall als Torhüter zum Einsatz kommen konnte. Etwa eine halbe Stunde war in der zweiten Halbzeit gespielt, da blieb Tim Wittek mit dem Fuß im Rasen hängen und verdrehte sich das rechte Knie. Andreas Nelles diagnostizierte noch auf dem Spielfeld einen möglichen Riss der Außenbänder. Der Ausfall von Tim zwang den Trainer nun doch Volker ins Tor einzuwechseln und Sebastian Wagels dafür im Feld spielen zu lassen. Den Gastgebern gelang 10 Minuten vor Ende der Partie das 2:0. Die Alemannia bäumte sich noch einmal auf und hatte einige hochkarätige Chancen. Auch den Platzverweis eines Welldorfer Spielers kurz vor Ende der Spielzeit konnte für die Alemannia keine Wende mehr bringen.
Ceterum censeo....
Wie der Trainer nach dem Spiel feststellte, ein Unentschieden wäre heute das gerechte Ergebnis gewesen. Jeder Koch kann nur mit den Zutaten kochen, die ihm zur Verfügung stehen und wenn der Kühlschrank halb leer ist, dann wird nicht viel im Topf sein.
Tim wünschen wir eine nicht so schwere Verletzung und eine baldige Genesung.
„Cato“
Für die Alemannia spielten:
Sebastian Wagels, Markus Offermanns, Tim Wittek (75. Volker Burfeind), Ingo von Ameln, Sascha Liechti, Andreas Leimbach, Stephan Hambloch, Henning Mack, Simon Wittek, Dominik Liechti, Andreas Nelles.
Stimmen zum Spiel:
Frank Caspers (Trainer):
Cato: Frank, die Siegesserie ist gerissen. War heute denn überhaupt etwas anderes zu erwarten gewesen?
Frank: Heute sind uns im wahrsten Sinne des Wortes die Spieler ausgegangen. Wir haben ja nur mit 10 Mann angefangen. Dann kommt noch die hoffentlich nicht so schlimme Verletzung bei Tim hinzu. Und irgendwann reißt jede Serie.
Cato: Zum Schluss nur gegen 10 Mann. Einige gute Möglichkeiten hattet ihr sicherlich für ein Tor.
Frank: Aber sicher. Ich denke an den Pfostenschuss in der ersten Halbzeit. Nicht nur Simon Wittek hatte ein Törchen auf dem Fuß. Ich denke ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Nur hat heute das Quäntchen Glück gefehlt.
Cato: Den Staffelsieg zu erringen ist sowieso nicht drin oder hast du dir im Stillen noch Hoffnung gemacht?
Frank: Gar nicht. Ich wollte nur in dieser Saison kein Spiel mehr verlieren.
Cato: Vielen Dank Frank, du fährst Tim jetzt noch ins Krankenhaus. Gute Besserung an Tim. Hast Du dennoch einen Spieler des Tages?
Frank: Ja, Markus Offermanns.
Markus Offermanns (Verteidigung):
Cato: Markus, heute leider verloren und schon bist du wieder beim Interview. Wie kommt das? Du selbst hast gut gekämpft, aber es hat nicht gereicht.
Markus: Zum Fußball gehören ja auch 11 Mann.
Cato: Hattet ihr die heute nicht?
Markus: Nein. Das fängt schon damit an, dass wir mit nur 10 Mann beginnen mussten. Definitiv hat heute qualifiziertes Personal gefehlt. Tim ist auch noch ausgefallen. Gute Besserung.
Cato: Vielen Dank und weiter trotzdem viel Erfolg.
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