F.C. Alemannia 1913 Bourheim e.V.

Punkteteilung mit Wenau

Wie schon des Öfteren erlebt, brauchte die Alemannia heute wieder eine Viertelstunde bevor sie am Spiel richtig teilnahm. Auch wenn die Gastgeber in dieser Zeit überlegen waren, so hatte doch die Alemannia zumindest eine Großchance, die der Torhüter der Wenauer mit einer Reflexbewegung zu Nichte machte. Gerade unser „Mister Zuverlässig“, Markus Offermanns säbelte im eigenen Strafraum über den Ball. Diese Möglichkeit nutzten die Gastgeber zum 1:0. Dann eine weitere Chance durch Simon Wittek. Kurz vor dem gegnerischen Strafraum wurde er regelwidrig zu Fall gebracht. Der Pfiff des Schiedsrichters blieb nicht aus. Alle wähnten die Aktion als Notbremse und Verhinderung einer klaren Torchance, war doch der Wenauer Verteidiger zur Überzeugung Aller hier letzter Mann. Nur einer sah das anders und das war der Schiedsrichter. Mit einer gelben Karte durfte der Wenauer Verteidiger weiter spielen. Statt nun die restliche Spielzeit nur gegen 10 Gegenspieler bestreiten zu können, hatte die Alemannia jetzt 12 Gegner. Das Spiel wurde zunehmend offener und wesentlich intensiver in den Zweikämpfen. Mit dem 1:0 Rückstand ging es in der Halbzeitpause.

Zum Wiederanpfiff blieb Simons Gegenspieler in der Kabine. Die Alemannia übernahm nun zusehends die Initiative und erspielte sich einige gute Tormöglichkeiten. Ingo von Ameln löste sich in der Folgezeit immer mehr von seinem Liberoposten und schaltete sich druckvoll ins Mittelfeld ein. Sollte der Ausgleich her, musste die Alemannia nun hinten offener stehen. Natürlich ermöglichte dies weitere Torchancen für Wenau. Aber da stand ja ein Sebastian Wagels im Tor. Vorne bereiteten Simon Wittek und Henning Mack den Wenauern immer mehr Probleme. Ingo von Ameln spielte dann in der 73. Minute einen hohen (Anm. d. Webmasters: Zucker-) Pass von halblinks in den Strafraum und Simon konnte den Ball am Torhüter zum Ausgleichstreffer vorbeispitzeln.

Beide Mannschaften wollten nun die Entscheidung. Der Alemannia gelang auch der zweite Treffer, allerdings ließ der Schiri den Jubel der mitgereisten Fans durch einen Abseitspfiff jäh verstummen. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit zeigte der Schiri auf dem Elfmeterpunkt und zwar im Strafraum der Alemannia. Eine eher harmlose Rempelei hielt der Schiri für strafstoßwürdig. Hätte der Wenauer Spieler getroffen wären die Zuschauer vollends enttäuscht gewesen.

Ceterum censeo....

Heute haben die Gastgeber von der Schiedsrichterleistung profitiert. Für den Schiedsrichter bleibt zu hoffen, dass er künftig ein besseres und objektiveres Auge bei seinen Entscheidungen hat. Bewerten wir das Spiel mal als ein leistungsgerechtes Unentschieden.
„Cato“

Für die Alemannia spielten:

Sebastian Wagels, Markus Offermanns, Guido Humpert, Ingo von Ameln, Thomas Crämer, Andreas Leimbach, Stephan Schmitz (63, Sascha Liechti), Henning Mack, Simon Wittek, Udo Leimbach, Dominik Liechti.


Stimmen zum Spiel:


Frank Caspers (Trainer):
Cato: Frank, heute bitte erst mal deine Stellungnahme zu der Schiedsrichterleistung.
Frank: Das kann man nicht kommentieren.
Cato: So leicht kommst du mir aus dieser Nummer nicht heraus. Es war nicht nur die nicht gegebene Rote Karte in der ersten Halbzeit und der Elfmeter kurz vor Schluss.
Frank: Ich habe großen Respekt vor allen Schiedsrichtern, die in der 3. Kreisklasse pfeifen. Dass in 90 Minuten nicht jede Entscheidung richtig sein kann ist logisch. Aber heute bin ich von der Leistung sehr enttäuscht.
Cato: Warst du mit der Leistung deiner Mannschaft dennoch zufrieden.
Frank: Doch, die Jungs haben sich trotz vieler umstrittener Entscheidungen immer wieder aufgerafft. Zudem sind wir heute mit dem allerletzten Aufgebot hier aufgelaufen. Wenn man bedenkt, dass der Udo Leimbach wahrscheinlich schon jenseits der 50 Jahre ist, dann ziehe ich meinen Hut davor.
Cato: Weitere schwere Spiele stehen bevor. Kommenden Donnerstag in Bourheim gegen Oberzier und 48 Stunden später gegen Jülich. Kann man diese enorme Anzahl von Spielen im April überhaupt überstehen?
Frank: Das ist ein großes Problem. Ich mache ja schon gar kein Training mehr und in 48 Stunden ist eine eventuelle Verletzung eines Spielers garantiert nicht ausgeheilt. Und der Spielerkader in der 3. Kreisklasse ist in der Regel nicht unerschöpflich. Hier müsste wirklich mal was geändert werden. Aber die Spielansetzungen kann ich leider nicht beeinflussen.
Cato: Wer ist Spieler des Tages.
Frank: Simon Wittek und das nicht nur wegen seines Tores.

Simon Wittek: (Stürmer):
Cato: Simon, Glückwunsch zum Spieler des Tages. Du warst unmittelbar an der umstrittenen Szene in der ersten Halbzeit beteiligt. Der Schiri hat gesagt, da wären noch zwei weitere Gegenspieler gewesen. Schildere die Situation mal aus deiner Sicht.
Simon: Ich kann nur soviel dazu sagen, dass der Schiri dann der einzige war, der noch Gegenspieler gesehen hat. Ich bin ganz klar allein auf das Tor zugegangen. Schade, gegen 10 Mann hätten wir bestimmt gewonnen.
Cato: Ändern können wir das sowieso nicht mehr. Weiterhin viel Erfolg für die nächsten schweren Spiele.
Simon: Vielen Dank.

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